Einladung zur Blogparade – #schlechte Situation mit gutem Ausgang von Dario Reis

http://darioreis.com/blogparade-2/

Gehörst Du auch zu denjenigen, die Filme mit Happy End mögen?

Ehrlich gesagt, ich schon. Wenn sich die dramatischen Höhen und Tiefen am Ende zum Guten drehen, das lässt mich aufatmen. Und als Zuschauer ist das ja noch einmal deutlich leichter neben Chips oder Schokolade nur ein bisschen mitzuleiden. Ganz anders fühlt es sich an, wenn es meine eigenen Dramen und Tiefen sind. Also diese sogenannten schlechten Situationen. Die, in denen das Happy End gerade so gar nicht erkennbar ist. Wenn es das überhaupt gibt. Oder doch?

 

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.

Oscar Wilde

 

Was heißt überhaupt gut und schlecht?

 

Welche schlechten Situationen mit gutem Ausgang habe ich denn erlebt? Das war die Frage mit der mich Dario Reis zu dieser Blogparade einlud und so ganz einfach finde ich sie gar nicht zu beantworten. Es kamen mir durchaus mehrere sogenannte schlechte Situationen in den Sinn dazu. Doch was war daran jetzt gut und was war schlecht? Und vor allem wann habe ich das so empfunden? Und wie hat sich dieses Bild geändert?

Und so wurde mir beim hin und her überlegen und zunehmend wichtiger darüber zu schreiben, worum es denn geht, wenn jemand wie ich oder Du genau in dieser schlechten Situation drin steckt. Was hilfreich ist. Was rückblickend betrachtet eine wichtige Erkenntnis ist. Und damit natürlich die Frage, was Dir davon eine Hilfe oder Anregung bieten könnte.

Klar, das erste so wichtige ist die Erkenntnis: Raus aus diesen Bewertungen. Raus aus gut oder schlecht. Dies wird so häufig genannt und beschrieben.

Doch was bedeutet das genau?

 

Details statt Pauschalität sind gefordert.

 

Ich verstehe darunter vor allem raus aus der Pauschalität. Aus dem generellen Daumen hoch oder Daumen runter. Alles gut oder alles schlecht. Denn das versperrt den Blick für die Details. Und damit für die so wertvollen Schätze dahinter. Für die ungeschliffenen Roh-Diamanten, die nicht sofort erkennbar sind sondern gar die Gestalt von totalem Mist haben.

Meistens ist es doch so, dass wir eine bestimmte Vorstellung von etwas haben. Ein fixes Bild wie das Leben laufen soll. Was passieren soll. Und das beruht auf dem, was wir schon in gewisser Weise kennen. Egal ob aus eigenen Erlebnissen, Geschichten oder Wünschen.

Wir denken da im Grunde ziemlich begrenzt.

Eines der größten Probleme entsteht dann, wenn diese Vorstellung nicht eintrifft. Dann kommt sofort mit im Gepäck die Entwertung. Entweder in Form einer gnadenlosen Selbstabwertung oder Schuldzuweisung auf die Anderen und die gesamte Welt.

Ehrlich, wer kennt das nicht?

Raus aus Bewertung und Abwertung.

 

Selbstvorwürfe und Selbstzweifel wie „wieso passiert mir das immer?“, „wußte ich ja, dass ich das nicht schaffe“, „wenn xy nicht wäre, dann wäre das nicht passiert“ „lag alles nur an xy“, „hätte ich doch…“ und so weiter. Verbunden ist damit oft ein Gefühl von Scheitern. Schließlich haben wir nicht geschafft, was wir uns ausgemalt haben. Pures Versagen also. Jedenfalls in dieser Welt der fixen Vorstellung.

Ich glaube mein letztes Jahr war ein Paradebeispiel für mehrfache dieser „schlechten“ Situationen und somit Mißlingen oder Versagen für mich. Das war die Zeit, in der ich den Online Kongress Wissende Seele plante und durchführte. So gut wie nichts lief wie geplant und gewünscht. Auf abenteuerlichste Weise kam eine „schlechte“ Situation nach der anderen. Stolpersteine, die es in sich hatten. Und das nicht nur auf den Kongress bezogen. Nein, im gesamten privaten Bereich lief dies parallel. Vor knapp einem Jahr und somit emotional mittendrin hätte ich ziemlich sicher recht unwirsch reagiert mit „das kann doch nicht wahr sein“ „wieso jetzt schon wieder“ „wieso schaff ich das nicht und (natürlich) alle anderen“. Also das ganze Register an Abwertungen.

 

Es geht um innere Haltung nicht um Zeit.

 

Rückblickend ist es natürlich einfacher zu betrachten. Ja, und auch darauf kommt es an. Wenn ich wirklich betrachten kann, kann ich schon anders wahrnehmen. Meine gesamte emotionale Ladung ist nicht mehr so intensiv. Meine Gefühle, die in der Situation gebunden oder wie gefangen sind, haben sich bereits gewandelt.

Wenn ich betrachte, bin ich raus aus dem Bewerten.

Dieses Betrachten OHNE Bewertung ermöglicht meine andere Sichtweise. Ich kann wahrnehmen. Komme aus meinem höchst problemfokussierten Tunnelblick heraus. Und sehe mehr Details. Ich kann sogar freier entscheiden, welche Details ich mir anschaue und meinen Blick immer weiter werden lassen.

Das entscheidende ist jetzt. Meine innere Haltung hat sich verändert.

 

Verändere bewusst Deine Haltung.

 

Jetzt fällt es mir leichter mir Fragen zu stellen wie:

  • Wozu ist es oder war es gut?

 

  • Wozu hat mir genau diese Situation, diese Erfahrung gedient?

 

  • Was durfte ich dadurch lernen?

 

  • Was darf ich oder habe vielleicht schon dadurch entwickelt?

 

  • Was ist die Liebe dahinter? Knallerfrage für mich. Denn damit verändert sich radikal meine Haltung von „mir passiert nur Böses“ in „mir passiert nur das Beste für mich und meinen Weg“.

 

Ganz ehrlich, ja, ich erlebe diese Fragen immer wieder als eine neue Herausforderung. Doch mit der Übung wird es tatsächlich anders, leichter, vielleicht auch manchmal schneller.

Und genau diese Fragen sind schon dann wirksam und hilfreich, wenn Du mitten in dieser „schlechten“ Situation steckst. Mein Tipp dazu: Wenn es Dir in dem Moment schwer fällt, Dich auf sie einzulassen, lass Dir diese Fragen von jemand anderem mit genau dieser Haltung stellen. Die Haltung ist wichtig. Dazu ist übrigens ein Coaching oder eine Begleitung auch sinnvoll.

Stell Dir diese Fragen wieder und wieder. Aus meiner Sicht geht es dabei primär gar nicht darum sofort eine Antwort zu bekommen. Nein, es geht vielmehr darum, die eigene innere Haltung zu verändern. Und erst DANN folgen auch die Antworten oder neue Erkenntnisse dazu. Tja, zuerst geschieht halt doch die Wandlung im eigenen Inneren und erst danach folgt auch das Außen.

 

Das Außen folgt dem Innen.

 

Übrigens ist genau dieser notwendige innere Wandel auch der Grund, weshalb ich persönlich diesen Satz „Die Zeit heilt alle Wunden“ nicht teile. Die Zeit allein heilt nichts. Gar nichts. Was heilt sind die inneren Wandlungs- und Lösungsprozesse. Die Qualität also. Und die haben ihr eigenes Tempo. Und wiederum können sie unterstützt und bewusster durchlaufen werden. Das ist die Chance und Qualität darin.

 

Mein Fazit:

 

Mein Fazit also, wenn Du jemals in unangenehmen bis schlechten Situationen bist:

  • Stoppe jede Art von Abwertung. Die Abwertung Deiner Selbst, Deiner Person, Deiner Fähigkeiten. Sowie die Abwertung von Anderen oder auch der gesamten Situation und Weltsicht.

 

  • Beginne Dir die obigen Fragen zu stellen. Beginne die Details wahrzunehmen. Dich selbst und vor allem Deine Körperempfindungen in der Situation zu spüren. Beobachtung anstelle von Bewertung.

 

  • Und vor allem nehme bewusst die Haltung ein von „hier liegt etwas Gutes darin verborgen OHNE dass ich das jetzt zu verstehen brauche“

 

Übe einfach. Und lass Dich ganz und gar auf Dich selbst ein.

Auf Deinen eigenen Weg mit all Deine eigenen Erfahrungen.

In dem tiefen Vertrauen, dass Du so wie Du bist völlig in Ordnung bist.

 

Mehr Impulse und ermutigende Erfahrungsberichte zu schlechten Situationen mit gutem Ausgang findest Du hierzu in der Blogparade von Dario Reis.

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Herzlichst

Petra Michaela Pfeiffer

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